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Die namentlich bekannten Pfarrer von Flittard seit 1349

Liste der Flittarder Pfarrer nach der Chronik von Opladen.

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1
Johann von Muderleyden, 23.10.1349 - 21.09.xxxx
Der wahrscheinlich in Köln geborene Johann von Muderleym, wird vom Abt Johann von Haas (de Lepore) am 23. Oktober 1349 als Pfarrer von Flittard und Stammheim eingeführt. Er wird ausdrücklich als Priester und Mönch bezeichnet. Das Jahr seines Todes steht nicht fest; als Sterbetag nennt das Sterbeverzeichnis (Nekrolog) von St.Martin den 21. September. Zur Stiftung seines Jahrgedächtnisses in der Abteikirche bestimmt er den Erbzins von einem in der Stolkgasse ('stolggassen') zu Köln gegenüber dem Brunnen der Dominikaner gelegenen Hause.

2
Peter van dem Vooure Hove (Buurehoyve), um 1361
Peter van dem Vouure Hove begegnet als Zeuge in der früher erwähnten Urkunde vom 1. Dezember 1361, laut der Ailif von Cailcheym und seine Frau Johanna an den Abt Diederich von St.Martin eine 'Gewalt in dem Ryne zu Vlitart' verkaufen.

3
Johann von Winningen, bis 08.09.xxxx
Johann von Winningen starb laut Totenbuch am 8. September, das Todesjahr ist nicht angegeben.

4
Peter, bis 08.09.xxxx
Peter, starb am 8. September; auch hier fehlt die Angabe des Jahres.

5
Heinrich, um 1413
Heinrich 'Pastoir zo Vlytart', erscheint als Zeuge in einer Urkunde vom 24. Januar 1413, in der Abt Theodor vame Hirtze bekennt, dem Rupert von Olmen 50 Ml. Roggen zu schulden.

6
Wilhelm Staden, um 1453, bis 28.10.xxxx
Wilhelm Staden, der vom Abt Adam Meyer zum Pfarrer von Flittard und Stammheim Ernannte erscheint als Zeuge in der früher erwähnten Urkunde vom 26. Juli 1453, in der die Viehtriftgrenzen der beiden Dörfer festgelegt werden. Ohne Angabe des Jahres nennt das Totenbuch den 28. Oktober als Sterbetag.

7
Adam von Hertzenrod
Nach einer Notiz in den Brauweiler Annalen war der 1467 als Abt nach Brauweiler gekommene Adam von Hertzenrod Pastor in Flittard gewesen.

8
24J. Anton Phillipp von Zerizee, 1489 - 20.04.1513 Anton Phillipp von Zerizee folgte im Jahre 1489 dem genannten Wilhelm. Achtzigjährig dankt er am 20. April 1513 ab und kehrt in die Abtei zurück. Dort starb er am 9. September; das Todesjahr ist unbekannt. Unter ihm waren von 1505 Johann von St.Trond (Bistum Lüttich) Gerhard von Loe (Loen) aus Westfalen Kaplan in Flittard, die sich in den genannten Jahren als Äbte von St.Martin ablösten.

9
Thomas von Flittard, um 1508 u. 1509
1508 und 1509 erscheint ein Pastor Thomas von Flittard als Zeuge in dem früher erwähnten Streit zwischen St.Martin und den Junkern von Stammheim.

10
Gerhard von Loe
Nachdem Gerhard von Loe 'mehrere Jahre' in Flittard als Kaplan tätig gewesen, kam er in gleicher Eigenschaft nach Rodenkirchen. Wenn er auch gleich seinem Vorgänger dem alt gewordenen Pastor in seelsorglicher Hinsicht eine Stütze sein sollte, so wird doch auch ausdrücklich seine Aufgabe als 'Verwalter' der abteilichen Güter (in administrandis villis) an den beiden Orten hervorgehoben. So wird auch der um 1550 als Kaplan (sacellanus) nach Flittard gesandte, um das Kloster sehr verdiente Hubert Holthausen direkt Ökonom (oeconomus) genannt und bemerkt, er habe sich als solcher hervorragend bewährt. (quam spartam) (!) sollertissime excoluit).

11
8J. Johann aus Leyden, 1513 - 1521
Johann von Leyden war Prior in der Abtei und wurde an Stelle des Anton von Zerizee vom Abte Gerhard von Loen am 26. April 1513 als Pfarrer nach Flittard gesandt. Er war in der Musik sehr bewandert, seine Stimme war hell und sanft, jedoch nicht kräftig. Er wird als eifriger Befolger der klösterlichen Disziplin gerühmt. Er starb am 31. Januar, nach einer andern Notiz am 2. Februar 1521.
Nach dem Tode des Johann von Leyden wurde Franz Boilen aus Ahrweiler als Kaplan (sacellanus) nach Flittard geschickt, jedoch bald darauf als Pfarrer nach Vettweiß gesandt.

12
Leonhard von Roermond, - 1535
Leonard von Roermond. Von ihm sagen die Akten der Abtei St. Martin wie folgt: ,,Er war vom Eintritte ins Kloster an ein Jüngling von guten Anlagen und zartem Gewissen, immer heiter und bei jeder Arbeit geschickt und tätig. Deshalb war er bei allen beliebt. Nie sah man ihn zornig. Auch wenn die Brüder ihm lästig waren, verzog er keine Miene. Alle umfasste er mit gleichem Wohlwollen, Zorn und Unwillen oder auch das leiseste Murren kamen bei ihm nie vor. Alle liebten ihn, weil er niemand hasste. Durch seine Fürsprache erhielten die Brüder vom Abte die Gewährung mancher Bitte. Bei drei Aebten war er Kaplan, zudem einige Jahre Aufseher (custus) der Kirche. Zur Belohnung für seine Dienste wurde er zum Pfarrer von Flittard ernannt. Jedoch der Abt Gerhard wollte ich auch keine Stunde entbehren, weshalb an seiner Stelle ein Kaplan nach Flittard gesandt wurde. Im 60. Jahre starb er ruhig und friedlich auf einem Stuhle sitzend am 13. November 1535.
Die Kapläne, welche statt seiner die Pfarre Flittard pastorierten, waren der vorhin genannte Boilen und sodann vier Jahre hindurch sein Nachfolger.

13
5J. Benedikt, 1535 - 21.03.1540
Benedikt, auch Johann von Borken in Westfalen.. Als dieser 8 Jahre Mitglied des Ordens war, wurde er zum Spindemeister bestellt. Zu diesem Amte war er sehr geeignet. Dasselbe hat er 12 Jahre lang gut versehen und war besonders auf das Mästen der Schweine bedacht, welche er mit großem Gewinn verkaufte.

14
15J. Gerhard von Loe, 1540 - 1558 Gerhard von Loe aus Westfalen, wurde 1540 von seinem Oheim, dem Abte Gerhard von Loe, als Pfarrer zu Flittard eingesetzt. Achtzehn Jahre stand er der Pfarre vor, worauf er zum Abte von St. Martin gewählt wurde. Diese Würde bekleidete er 12 Jahre und starb am 10. Dezember 1570.

15
Pfarrer? Gerhard Ranßdorp, - 21.12.1553

16
Bernard Nytz von Bonn, - 17.04.1571
Bernhard von Bonn folgte dem vorgenannten Gerhard.
Von ihm sagt der Nekrolog: ''1571, am 17. April starb der fromme und tugendhafte und uns sehr teure Vater Bernhard von Bonn, der Senior des Hauses und Pastor in Flittard und Stammheim.''

17
Johann Antonius Barvonius, 1571 - 1571
Johann Anton Barvonius wurde 1571 zur Ausübung der Seelsorge geschickt und starb im selben Jahre.

18
Johann von der Bank, um 1589
Anton von der Bank starb am 1. April 1597.

19
Johann Verkart
Johann Veckart, vom Abte Balthasar Reinen a Bree ernannt, wurde zum Dechant der Deutzer Christianität gewählt und am 7. Mai 1607 als Pfarrer von St. Brigida nach Köln versetzt.

20
Kaspar aus Linden
Kaspar von Linden starb am 4. März 1612.

21
Heinrich Libler, - 09.12.1618
Henrich Libler folgte 1612 und war Pfarrer in Flittard bis zum 9. Dezember 1618, wo er in gleicher Eigenschaft nach St. Brigida versetzt wurde. Am 12. Juni 1612 zum Abt von St. Martin erwählt, starb er als solcher am 18. August 1652.

22
4J. Hieronymus Meinar, 1618 - 19.12.1622
Hieronymus Meinar, 1618 zum Pfarrer in Flittard ernannt und am 19. Dezember 1622 nach St. Brigida versetzt.

23
9/8J. Wendelin Gommersbach, 1622/1623 - 1631
Wendelin Gommersbach 1622-1631.

24
12J. Jacob Geich, 1631 - 1643
Jakob Geich wurde 1631 als Nachfolger des Gommersbach vom Abte Heinrich Libler ernannt und blieb bis 1643.

25
Werner Schallenberg, 1643 - 1643
Werner Schallenberg resignierte noch in demselben Jahre 1643 und wurde Pfarrer in Oberwinter.

26
8J. Benedikt Junterstorff, 21.03.1644 - 04.12.1652
Benedikt Junterstorff erhielt die Investitur am 21. Mai 1644, wurde jedoch am 4. Dezember 1652 nach St. Brigida versetzt, wo er an der Pest starb.

27
19J. Bernard Vettweiß, 04.04.1653 - 1672
Bernhard Vettweiss aus Düren, zum Pfarrer ernannt am 4. April 1653, kehrte 1672 lahm und krank ins Kloster zurück.

28
7J. Christophorus Bewer, 1674 - 1681
Christophorus Bewer stand dieser Pfarre bis 1681 vor, wo er auf Bitten der Pfarreingesessenen ins Kloster zurückgerufen wurde. Er starb am 5. November 1691.

29
6J. Stephan Wolff, 15.01.1681 - 07.04.1687
Stephan Wolff. Nachdem dieser dem altersschwachen Pfarrer Georg Bruns von Pingsheim beigestanden und sodann als Vicekuratus in Zülpich gewirkt, wurde er am 15. Januar 1681 zum Pfarrer in Flittard ernannt und starb am 7. April 1687.
Er hat das kirchliche Wesen etc. etc. niedergeschrieben und eine große Chronik verfaßt.

30
8J. Peter Kemmerich, 11.04.1687 - 1695
Peter Kemmerich , Licentiat der Theologie, am 11. April 1687 ernannt, litt beständig an Podagra und starb 1695.

31
22J. Joseph Mannheim, 30.06.1695 - 21.02.1717
Joseph Manheim, früher bis zum 30. Juni 1695 Pfarrer in Vettweiß, starb am 19. Februar 1717 und hinterließ eine bedeutende Erbschaft dem Abte Heinrich Obladen.

32
15J. Eliphius Wolff, 21.02.1717 - 17.02.1732
Eliphius Wolff aus Köln, früher Kellner und Prior in St. Martin, ernannt am 21. Februar 1717. Gestorben am 17. Februar 1732.

33
28J. Joseph Herschell, 23.02.1732 - 07.01.1760 Joseph Herschel aus Köln, Licentiat der Theologie, früher Lektor zu Köln und Malmedy, wurde am 23. Februar 1732 vom Abte Adrian Valk zum Pfarrer in Liblar ernannt, jedoch am 7. Januar 1760 zum Pfarrer von St. Brigida befördert, wo er am 3. Oktober 1774 starb. Er hatte in Flittard einen heftigen Streit wegen Befreiung der Ländereien des Widdumshofes von dem Zehnten, kam aber nicht zum gewünschten Ziele.
Bei dieser Gelegenheit hat er ein Schriftstück vorgelegt, wonach der Erzbischof den Widdumshof der Kirche geschenkt habe.

34
1J. Engelbertus Bertram, 23.01.1760 - 18.04.1761
Engelbertus Bertram. Am 23. Januar 1760 zum Pfarrer in Flittard ernannt. Er war ein seeleneifriger Seelsorger, starb aber schon am 18. April 1761, 66 Jahre alt, 30 Jahre Klosterbruder, im 36. Jahre des Priestertums.

35
13J. Adam Rosell, 1761 - 08.10.1774
Adam Rosell, geboren 1731 zu Köln in der Pfarre St. Maria-Ablaß wurde 1761 zum Pfarrer in Flittard, und am 5. Oktober 1774 zum Pfarrer von St. Brigida ernannt, am 15. April 1788 zum Abte erwählt und starb am 27. Mai 1794. Er hat 1768 das Kirchenschiff erbaut.

36
Benedikt Firmenich, - 22.11.1789
Benedikt Firmenich aus Birkesdorf bei Bergheim starb am 22. November 1789 im Alter von 61 Jahren.

37
18J. Balthasar Vasbender, 03.02.1790 - 1808
Balthasar Vasbender aus Sinzenich, angestellt am 3. Februar 1790, starb am 4. September 1814 zu Köln.

38
22J. Martin Joseph Esser, 23.05.1808 - 25.05.1830
Martin Esser aus Zülpich, vom Jahre 1780 bis 1803 Mitglied der Abtei Altenberg, unterstützte nach Aufhebung der Klöster den altersschwachen Pfarrer Vasbender vier Jahre lang in der Seelsorge und wurde, als sich dieser zu seinen Verwandten zurückzog, im Jahre 1808 zum Pfarrer von Flittard ernannt und als solcher von dem Kamerarius Heinrich Koenen, Pfarrer in Mülheim, eingeführt.
Er starb am 25. Mai 1830 im Alter von 74 Jahren.

39
12J. Jakob Herckenrath, 05.07.1830 - 17.05.1842
Jakob Herkenrath aus Bensberg, daselbst 20 Jahre lang Vikar und Schulrektor, dann 14 Jahre Pastor in Dünnwald und am 25. Juni 1830 als Pfarrer von Flittard präsentiert. Am 5. Juli desselben Jahres ernannt, wurde er am 12. Juli von dem Dechanten Braun, Pfarrer in Odenthal, eingeführt. Er starb am 17. Mai 1842 im Alter von 70 Jahren.

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40J. Johann Philipp Klein, 02.08.1842 - 19.05.1883
1800 geboren in Hetzenholz, Pfarre Much. Kaplan in Hohkeppel, 8 Jahre Pfarrer von Neuhonrath, 9 Jahre und 5 Monate Pfarrer von Paffrath und wurde am 2. August 1842 Pfarrer von Flittard. Er starb am 19. Mai 1883. Unter ihm wurde in den Jahren 1856/1857 auf Kosten der Gemeinde das heutige Pfarrhaus errichtet. Pastor Klein hinterließ eine druckreife Chronik der Pfarre und manche andere Aufzeichnungen, vor allem auf naturwissenschaftlichem Gebiet.
Durch den Neubau des Kirchenschiffs im Jahre 1897 kam ein Teil seines Grabes unter die Kirchenmauern zu liegen. Im Inneren der Kirche ist die Grabstelle durch eine Inschrift, nach außen durch einen Mauerabsatz gekennzeichnet.

Johann Philipp Klein aus Hetzenholz, Pfarre Much, ein Jahr Kaplan zu Hochkeppel, sodann 8 Jahre Pfarrer in Neuhonrath, hierauf 9 Jahre und 5 Monate Pfarrer in Paffrath und am 2. August 1842 Pfarrer in Flittard. Er hat eine druckfertige Chronik hinterlassen, die auf sicherer Grundlage beruht. Weiter hat er allerlei Forschungen gemacht, die bis in die ältesten Zeiten reichen. Umfangreiches Material über alle Vorkommnisse hat er aufgezeichnet. Er starb am 19. Mai 1883.
1856 - 57 ist das heutige Pfarrhaus errichtet worden.
Von 1883 bis 1887 war Rektor Schmitz aus Stammheim Pfarrverwalter in Flittard.

41
4 J. Jakob Schmitz, 1883 - 1887
Geb. 31. Aug. 1847 zu Langerwehe, Dek. Eschweiler, geweiht 12. März 1871; 10. Juni 1871 Rektor in Stammheim. Von 1883 bis 1887 Pfarrverwalter in Flittard. - 30 Dez. 1887 - 1897 Rektor in Stürzelberg bei Zons a. Rhein. 1897 - 1901 Pfarrer von Grimmlinghausen bei Neuß. (gestorben am 22 Mai 1901)

42
6J. Christian Bertram, Ernennung 9.12.1887, 01.12.1887 - 09.11.1893
Am 13.06.1891 wird Stammheim eigenes Rektorat (siehe: 75 Jahre Pfarre St. Mariä Geburt, Köln-Stammheim: aus der Geschichte der Stammheimer Kirche - Köln: Kath. Kirchengemeinde St. Mariä Geburt, 1984)
Christian Bertram, geboren zu Siegburg am 17. Dezember 1830, zum Priester geweiht am 30. August 1856, wirkte als Kaplan in Würselen, Eitorf und an St. Peter in Köln, wurde 1869 Pfarrer zu Dünnwald und am 9. Dezember 1887 Pfarrer zu Flittard. Seine besondere Fürsorge wandte er der Filialgemeinde Stammheim zu und sorgte für die Errichtung eines Rektorates und die Bildung einer Kapellen-Gemeinde. Er starb am 7. November 1893.

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4J. Peter Wahn, Ernennung 20.12.1893, 26.12.1893 - 03.01.1898
Peter Wahn aus Köln, geboren am 25. Juli 1832, zum Priester geweiht am 13. März 1869, längere Zeit Domvikar, von 1894 bis 1. Januar 1898 Pastor in Flittard. Er hat 1896 das neue Kirchenschiff erbaut und zwei Glocken beschafft, die 1917 eingeschmolzen worden sind.
1. Glocke: ''Me fecit C. F. Ulrich a. 1896. St. Josef, so. Apostoli Peter et Paul, IV Evangelistae, Orate pro nobis''.
2. Glocke: Sanctus Hubertus, Episeopas Conf. adsis nobis pius Patronus.

44
7J. Hubert Joseph Becks, Ernennung 30.01.1898, 30.01.1898 - 01.09.1905
Joseph Becks, geboren 19. März 1846, geweiht 24. August 1871, vom 30. Januar 1898 bis 1. September 1905 Pastor in Flittard.
Aus gesundheitlichen Gründen abgelöst. Laut Aufzeichnungen von Johann Zimmer (Archiv des Kirchenchores) war er Alkoholiker.

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16J. Wilhelm Firmenich, Ernennung 8.9.1905, xx.10.1905 - 09.03.1922
Wilhelm Firmenich, geboren in Kirchheim am 2. September 1864, zum Priester geweiht am 24. August 1889, zum Pfarrer in Flittard ernannt am 8. September 1905 bis 9 März 1922, dann zum Pfarrer von Mariaweiler bei Düren ernannt. Von 1917 bis 1924 hat man sich mit der alten Glocke beholfen aus dem Jahre 1530.
Am 01.04.1909 wird aus dem Rektorat Stammheim eine eigene Pfarrei. Verkündet wird dies am Nachmittag des 25.04.1909 durch den Dechanten (siehe: 75 Jahre Pfarre St. Mariä Geburt, Köln-Stammheim: aus der Geschichte der Stammheimer Kirche - Köln: Kath. Kirchengemeinde St. Mariä Geburt, 1984).

Gedenket
beim hl. Opfer und beim Gebete
der Seele
des hochwürdigen Herrn

Wilhelm Firmenich


Pfarrer i. R.

Er war 2.9.1864 in Kirchheim bei Münstereifel als Sohn der Eheleute Franz Wilhelm Firmenich und Margarethe geb. Eschweiler geboren und empfing die Priesterweihe am 24. August 1889 in Köln. Zuerst als Kaplan in Gürzenich und in St.Severin in Köln übernahm er nach sechsjähriger Tätigkeit als Pfarrer in Maubach die Pfarrstelle in Köln=Flittard, wo er 17 Jahre lang wirkte. Seine letzte Stelle als Pfarrer in Marienweiler mußte er nach neunjähriger Tätigkeit verlassen, da ein hartnäckiges Leiden ihn zwang, am 4. November 1931 in den Ruhestand zu treten. Er erwählte Frielingsdorf im bergischen Lande zu seinem Wohnsitz, weil es ihm dort möglich war, nach Kräften in der Seelsorge auszuhelfen. Die letzte Feier an der er teilnahm, war die Erstkommunionfeier am Weißen Sonntag 1932. Schon zwei Tage später, am 5. April, erlöste ihn der Tod von vielfachen Leiden an Leib und Seele.
Pfarrer Firmenich war ein überaus treuer und eifriger Priester Gottes , schlicht und einfach in seinem Wesen, voll Liebe zu Gott und den unsterblichen Seelen, denen er bis zur letzten Lebensstunde diente. An seinem Grabe trauern 4 Schwestern, 1 Bruder und die übrigen Anverwandten mit den Vielen, denen er Lehrer, Priester und Hirt sein konnte und empfehlen die liebe Seele dem hl. Opfer der Priester und dem frommen Gebete der Gläubigen, damit Gott der Herr ihm schenke den
e w i g e n  F r i e d e n6.1

Kölner Lokalanzeiger Nr. 104 vom Freitag, 15.4.32
8. 13.

Pfarrer Firmenich


Am verflossenen Montag wurde in M a r i a w e i l e r (krs Düren) der seit 4. November 1931 im Ruhestand lebende Pfarrer Wilhelm F i r m e n i c h zur letzten Ruhe bestattet. Obschon er seit seiner Pensionierung sich nach Frieligsdorf bei Wipperführt zurückgezogen hatte, wollten doch die Bewohner von Mariaweiler nicht zulassen, daß ihr ehemaliger Pfarrer außerhalb seiner letzten Amtstätigkeit sein Grab finden solle. Der Verstorbene war ein seinen 43 Priesterjahren u. a. auch in Köln, St. S e v e r i n, als Kaplan und 1905 bis 1922 in K ö l n = F l i t t a r d als Pfarrer tätig.
In den Jahren seiner Wirksamkeit hat diese letzte Gemeinde wohl die durchgreifendste Umgestaltung seit ihrem fast tausendjährigen Bestehen erlebt. Die Ausdehnung der jetzigen I. G. Farbenindustrie Leverkusen sog immer mehr ländliche Betriebe auf und machte aus kleinen Landwirten Fabrikarbeiter. Das zu Flittard gehörige Rektorat S t a m m h e i m wurde eine selbständige Pfarre. Durch die Eingemeindung nach Köln (1914) verlor sein Wirkungsort noch schneller den Charakter eines Dorfes, um den eines Großstadtvorortes anzunehmen. Der Krieg, die furchtbare Explosion bei den Farbenfabriken mit ihrer verheerenden Wirkung für seine Pfarre, die Inflation beschleunigten das Tempo der Veränderung sowohl in der äußeren Struktur als auch in den seelsorglichen Bedürfnissen seiner Gemeinde.
An der Verantwortung, die ihm aus der Bewältigung all dieser Aufgaben erwuchs, hat er seelisch sehr schwer getragen. Unter ihm entstanden der kath. Arbeiterverein und Mütterverein. Nicht als ob er die Belange der Seelsorge durch Organisieren hätte meistern wollen. Bei ihm waren die übernatürlichen Kräfte des Glaubens und des Gebetes und nicht zuletzt des Leidens in seine Pastoration in einer Weise eingebaut, daß seine Pfarrkinder ihn nicht immer verstanden haben.6.2

R.I.P.

46
16J. Wilhelm Joseph Unterkeller, Ernennung 04.03.1922 - 02.06.1938
Josef Unterkeller, am 14. Mai 1922 zum Pfarrer von Flittard ernannt; er hat 1924 zwei neue Glocken beschafft.
1. ''Heiliger Hubertus schütze Deine Kirche und Gemeinde'',
2. ''Der hl. Katharina schenkten mich 1924 elf Flittarder Bürger''.
Geboren am 7. November 1885 zu Köln und wurde er am 6. März 1909 zum Priester geweiht. Seine erste Anstellung bekam er als Kaplan in Neuss-Uedesheim, 1911 wurde er nach Köln-Humboldt versetzt und wirkte von 1914 an als erster Rektor in Köln-Gremberg. Am 4. März 1922 übernahm er die Pfarre St. Hubertus in Köln-Flittard. Gestorben am 2. Juni 1938.

47
11J. Peter Karl Rosauer, Ernennung 15.6.1938, 23.10.1938 - 24.02.1950
Karl Rosauer geboren am 8. April 1890 in der Pfarre Neunkirchen, wurde als Pastor am 23. Oktober 1938 eingeführt. Geweiht am 15. Februar 1913, war er zuerst sieben Jahre in Köln-Merheim (lksrh.), dann 18 Jahre in Köln-Nippes, St. Josef, von wo er am 15. Juni 1938 zum Pfarrer von Flittard ernannt wurde.

48
19J. Felix Ballof, Ernennung 20.4.1950, Einführung in Flittard am So 25.06.1950 - Juni 1969

49
28J. Fritz Frank, Ernennung 19.09.1969, 14.12.1969 - 30.09.2002
Kaplan in St. Bruno in Klettenberg 1960 - 1969.
Ernennung am 19. September 1969 zum Pfarrer von Flittard. Am 14. Dezember 1969, dem dritten Adventssonntag, Feier des ersten Gottesdienstes in St.Hubertus.
Erster Pfarrgemeinderat (1968). Bau des Kindergartens Pützlachstrasse (Einweihung 04.11.1973), Bau des Pfarr- und Jugendheims (03.11.1974 Grundsteinlegung und Richtfest). Ausmalung der Kirche durch Hermann Gottfried (1976), Ausbau des Pfarrhauses. Pfarrer von St. Pius X. in Flittard (1984). 1000-Jahr-Feier von Flittard (1989). Herausgabe der Chronik 'Die Geschichte der Pfarre Flittard' von Msg. Prof. Dr. phil Peter Opladen (1989). Außensanierung St.Hubertus (1991). Renovierung St.Pius X. (1992). Pfarrer von Stammheim (1993). Pastoralgespräch (1994).

50
Michael Cziba, Pfarrer ab 01.10.2002. Amtseinführung am 15.12.2002. Umsetzung des Projekts 'Zukunft heute'.
Dechant 2009-2017.
Fusion zu St.Hubertus und Mariä Geburt am 1.1.2011
Neubau des Kindergartens St.Hubertus 2014.
Renovierung des Kindergartens St.Pius X. 2014.